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Christian Wulff zu Gast des Deutsch-Türkischen Kulturvereins in Brühl

Christian Wulff zu Gast des Deutsch-Türkischen Kulturvereins in Brühl

Bundespräsident a.D. Christian Wulff war Gastredner des Deutsch-Türkischen Kulturvereins in Brühl und sprach in einem vollen Haus mit deutsch-türkischen Gästen im Max-Ernst Museum zum Thema: “Gesellschaftlicher Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft“.

Christian Wulff unterstrich, dass Deutschland vor der Herausforderung der Gestaltung einer offenen und vielfältigen Gesellschaft sei. „Die Generation meiner Eltern haben Deutschland aufgebaut, meine Generation hat die Wiedervereinigung geschafft, die jetzige Generation steht vor der Herausforderung der ökologischen Wende und der Gestaltung einer vielfältigen Gesellschaft“, so Wulff.

Bundespräsident Wulff a.D. bemerkte, dass es der deutschen Gesellschaft gut geht. „Unsere Gesellschaft lebt in Wohlstand, in Sicherheit, die Bürgerinnen und Bürger können so alt werden wie nie zuvor und sich persönlich in der Gesellschaft entfalten wie nie zuvor. Unsere Demokratie ist stärker als je zuvor. Deshalb sollten wir unsere Stärken nicht kaputtreden lassen, sondern mit Zuversicht in die Zukunft schauen“ sagte Wulff.
Wulff warnte vor dem Rechtsruck in der Gesellschaft und rief Bürgerinnen und Bürger auf zur Zivilcourage gegen rechtsradikale und rechtspopulistische Äußerungen und Strömungen.

In der anschließenden Diskussion, die von Prof. Dr. Ahmet Ünalan (Universität Duisburg-Essen) moderiert wurde, wiederholte Christian Wulff seine Aussage, dass der Islam zu Deutschland gehört. Er bemerkte auch, dass er aber immer und zeitgleich auch betont, dass Christen in der islamischen Welt ebenso gleichberechtigt und gleichrangig behandelt werden müssen. Auf die Nachfrage, ob er politisch geschont geblieben wäre, wenn er den Islamdiskurs in Deutschland nicht angestoßen hätte, reagierte Bundespräsident Wulff a.D. mit der Feststellung: “Ich habe die Diskussion angestoßen, weil ich diese für vernünftig und reif hielt. Ich würde heute genauso agieren. Veränderungsprozesse sind manchmal schmerzlich, aber Politiker sind u.a. dazu da, um die Zeichen der Zeit zu erkennen und einzuleiten.“

Ziel müsse es sein, gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt in der Heimat und in der Welt zu erreichen. Dies sei auch die Vision von Mustafa Kemal Atatürk, dem Gründer der modernen Türkei, gewesen.

Von: (Almanya Bülteni) – Brühl
Fotos: (AA) Anadolu Presse Agentur

Benzer Haberler

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