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 08/04/2011

(Über-)Flüssige Hygiene-Reiniger

(Über-)Flüssige Hygiene-Reiniger

 

  1. Das Robert-Koch-Institut, das Umweltbundesamt sowie das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz weisen vornehmlich darauf hin, dass Desinfektionsmittel im Haushalt nicht nur überflüssig, sondern auch für die Umwelt und Gesundheit bedenklich sind.

  2. Herstellerhinweise, dass die angepriesenen Reinigungs-, Hygiene-, sowie Desinfektionsmittel vorbeugend bei grippalen Infektionen seien, weisen die führenden Gesundheitsinstitutionen entscheidend zurück. Im Gegenteil: laut einer Langzeitstudie in den USA seien die Erkrankungen in Haushalten, in denen Desinfektionsmittel angewandt wurden, nicht geringer gewesen als in Haushalten, in denen handelsübliche Allzweckreiniger benutzt wurden.

  3. Faktum sei zudem, dass die vermeintlichen Wundermittel sogar die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen. Denn zum einen beinhalten sie Inhaltsstoffe, welche nicht nur Allergien hervorrufen, sondern auch über die Schleimhäute in die Atemwege eindringen können.

  4. Auch die Umwelt habe unter den Hygiene-Reinigern zu leiden. Denn gewisse Bakterien und Pilzstämme sind nicht nur für unsere biologische Umwelt, sondern auch für den menschlichen Organismus von großer Bedeutung. Reinigungs- und Desinfektionsmittel hingegen können eine gewisse Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegenüber Antibiotika bewirken, so dass antibiotische Arzneimittel keine Wirkung mehr erzielen können.

  5. Um die Gesundheit nicht unnötig zu strapazieren, empfehlen Gesundheitsexperten gewöhnliches Putzen mit den marktgerechten Reinigungsmitteln. Arbeitsflächen in der Küche sollten möglichst gründlich abgewischt und die benutzten Küchenutensilien möglichst heiß abgespült werden. Küchentücher und Schwämme sollten nach Gebrauch gut ausgewaschen und getrocknet werden und nach einer bestimmten Zeit entsorgt werden. Insbesondere der Kühlschrank sollte in regelmäßigen Abständen mit Essigreiniger gesäubert werden, so dass Lebensmittel während ihrer Aufbewahrung im Kühlschrank möglichst nicht belastet werden.

  6. Die wichtigste Empfehlung allerdings ist das regelmäßige Händewaschen: sowohl vor und nach dem Kochen, als auch nach jedem Gang zur Toilette. Dabei gilt es, so Experten, mit milder und hautfreundlicher Seife die Hände mindestens eine halbe Minute unter fließendem Wasser gründlich zu waschen, um gesundheitsgefährliche Bakterien abzutöten.

 

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